Kartoffelpuffer mit Apfelmus

Ein Essen, das wie kein anderes meine Kindheit bestimmt hat. Wenn der Sommer anbrach und es die ersten frischen Kartoffeln vom Feld gab, die groß genug waren, gab meine Mutter meinem Betteln nach und kochte frische Kartoffelpuffer. Die geernteten Kartoffeln mussten riesig sein, denn die gesamte Familie lechzte nach diesem Essen und so musste sie immer einen riesigen Berg Puffer produzieren. Und so viele kleine Kartoffeln hätte sie gar nicht schälen können. Die größte Katastrophe waren die dürren Sommer, in denen wir nur winzige Kartoffeln, die allemals als Pellkartoffel herhalten konnten aus der Erde holten. Was waren wir enttäuscht.

Nun, dieses Jahr brachten meine Eltern uns riesige Kartoffeln vorbei und frischen Apfelmus. Sofort hatte ich Appetit auf frische Puffer. Sie schmeckten herrlich, nicht immer gelangen sie mir fern ab der mütterlichen Küche so gut, was womöglich am falschen Fett lag. Diesmal schmeckten sie jedenfalls nach meiner Kindheit und stimmten mich beinahe ein wenig wehmütig…

Kartoffelpuffer mit Apfelmus
Zutaten
5 große Kartoffeln
etwas Mehl
eine Prise Salz
ein Ei
Sonnenblumenöl zum Braten
Apfelmus und Zucker

Kartoffeln schälen und in kleine Stücken schneiden. Mit dem Mixer pürieren (alternativ reiben, dann keine kleinen Stücken schneiden), einen Esslöfel Mehl, eine Prise Salz und das Ei unterheben. In einer Pfanne das Öl erhitzen und kleinen Häufchen von der Kartoffelmasse hineingeben. Von beiden Seiten goldgelb backen und zusammen mit Zucker und Apfelmus ganz heiß servieren. Ein Gedicht!

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